Inselfreunde Usedom Verband
zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung |
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Vitalwelt bei Zirchow |
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Gemeinden
sorgen für Baurecht auf Vitalwelt-Areal
Verfahren zu 1500-Betten Anlage abgeschlossen
Von unserem Redaktionsmitglied Claudia Müller
Insel Usedom.
Auf dem Gelände für das Tourismusprojekt Vitalwelt
mit 1500 Betten zwischen Garz und Zirchow besteht jetzt Baurecht
die Genehmigung der Bebauungspläne als letzte Formalie
vorausgesetzt. Am Donnerstagabend fassten die Garzer und die
Zirchower Gemeindevertreter in getrennten Sitzungen die
abschließenden Beschlüsse zu den beiden B-Plänen, außerdem
bestätigten sie die städtebaulichen Verträge zwischen den
Investoren, dem Kreis und den Kommunen. Diese Vereinbarungen
wurden gestern offiziell unterzeichnet. Nach diesen
entscheidenden Schritten, so Hans-Jörg Ogrodowicz,
Geschäftsführender Gesellschafter der Investorengruppe Capvest
AG, könnten nun konkrete Finanzierungsgespräche mit den Banken
geführt werden. Dazu habe sich auch der Chef des
Landesförderinstitutes angesagt, um die Unterstützung des
Landes für das Projekt zu demonstrieren, sagte Ogrodowicz.
Nach seinen Worten ist weiterhin angestrebt, im Mai mit den
Bauarbeiten zu beginnen. Der erste Bauabschnitt, der unter
anderem die touristische Clubanlage nebst Badelandschaft,
Einkaufsmeile und Freizeitanlagen sowie das Dorf mit
Ferienhäusern umfassen wird, sei dann womöglich bis Ende 2006
zu realisieren. Insgesamt werden die Kosten für diesen ersten
Abschnitt auf 120 Millionen Euro geschätzt. Ein zweiter
Bauabschnitt mit dem Sporthotel, Sportanlagen sowie einem
Behindertenhotel soll sich anschließen.
Wie berichtet, mussten die B-Pläne sowie die
Flächennutzungspläne der beiden Gemeinden noch einmal geändert
und erneut geprüft werden, nachdem es unter anderem Probleme mit
dem Abstand baulicher Anlagen zur Kliffkante des Haffs gegeben
hatte. Mittlerweile liegen aber alle Sondergenehmigungen für die
nötigen Eingriffe in Natur und Umwelt vor, hieß es von Seiten
des Planungsbüros. Zu den Ausgleichsmaßnahmen, die die
Investoren dafür realisieren müssen, wurde ein gesonderter
Vertrag abgeschlossen. Allerdings werde man auf eine Aufforstung
von 1,3 Hektar bei Garz verzichten, weil unklar sei, welche
Auswirkungen sich auf den Flugbetrieb auf den Heringsdorfer
Flughafen ergeben, hieß es. Der Flughafen, der unter anderem
eine Nachtflugerlaubnis besitzt, hat zudem noch einmal deutlich
gemacht, dass von Seiten der Investoren kein Regress möglich
ist, falls sich Störungen ergeben.
Unterdessen lässt der Landkreis zum Problem der Kreisstraße 43,
die als Erschließung für die Vitalwelt-Anlage in
die Kutzower Senke verlegt und von Flughafen an Garz vorbei
weitergeführt werden soll, eine Machbarkeitsstudie erarbeiten.
Auf diese Untersuchung soll auch in dem Antwortschreiben der
Landrätin an Zirchower Bürger hingewiesen werden, die mit einer
Unterschriftenaktion gegen die geplante Verkehrsführung
protestriert hatten. Der Brief werde in den nächsten Tagen
zugestellt, hieß es aus der Kreisverwaltung.
![]() |
| Gerd Wendlandt, Bürgermeister in
Zirchow, Investor Hans-Jörg Ogrodowicz und der Garzer
Bürgermeister Karl-Heinz Schiefelbein (v. l.)
unterzeichneten gestern die nötigen Verträge für die
Vitalwelt. Kurierfoto: C. Müller |
Im
Mai Baustart für Club-Areal
In rekordverdächtigen elf Monaten wurde das Ferienprojekt
Vitalwelt Inselträume zur Baureife getrieben.
Gestern besiegelten Gemeinden und Investor den
Städtebau-Vertrag.
Garz/Zirchow.
Einstimmig fassten die Gemeindevertreter aus Garz und Zirchow am
Mittwochabend die notwendigen Beschlüsse dafür, dass die
Vitalwelt Inselträume Baureife erlangen kann. In
getrennten Sitzungen stimmten sie den auf die Einwände der
Träger öffentlicher Belange hin geänderten
Flächennutzungsplänen und B-Plänen zu.
Neu wird zum Beispiel ein Areal östlich von Garz im Interesse
des Flughafens als Aufforstungsfläche gestrichen, da die zu
erwartenden Auswirkungen auf den Flugverkehr ungewiss sind.
Ferner fand die Unterschreitung des Küstenbauverbotes die
Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde sowie des Staatlichen
Amtes für Umwelt und Natur (StAUN). Im Gegenzug wurden die
meisten Naturschutz-Anregungen berücksichtigt. Unbeachtet
blieben die Einwände der Zirchower zum Bau der künftigen
Zufahrt durch Kutzow. Wie beschrieben, richten sich die
Hauptbefürchtungen darauf, dass diese Straße künftig als
Bundesstraße genutzt werde und die erwünschte Ortsumgehung vom
Tisch sei.
Ausdrücklich war der Investor, die Capvest AG, im Zuge der
Anhörung ferner darauf hingewiesen worden, dass es für den
Flughafen eine Nachtflugerlaubnis gibt und aus ihrer Wahrnehmung
in Zukunft keinerlei Regressansprüche für die
Vitalwelt entstehen.
Noch am gleichen Abend wurde in geschlossener Sitzung der erste
konkrete Bauantrag beraten.
Gleich gestern unterzeichneten Capvest-Vorstand Hans-Jörg
Ogrodowicz sowie die Bürgermeister Gerd Wendlandt (Zirchow) und
Karl-Heinz Schiefelbein (Garz) die am Vorabend ebenfalls
einstimmig beschlossenen städtebaulichen Verträge zu den
B-Plänen. Ogrodowicz zeigte sich zufrieden mit dem erreichten
Planungsstand. Er sei zuversichtlich, dass Hartmut Brehmer als
zuständiger Mitarbeiter des kreislichen Bauamtes, der seit
Planungsbeginn involviert war, den Vorgang nunmehr bestätige.
Viel Zeit zum Durchatmen will sich der
Vitalwelt-Investor nicht lassen. Wenn die
Genehmigung auf dem Tisch liegt, haben wir die Voraussetzung, um
konkret mit den Banken zu verhandeln, kündigte er gestern
an, dass es in dem eingeschlagenen Tempo weiter geht. Als
Riesenplus wertet er dabei, dass der Chef des
Landesförderinstitutes bei den Verhandlungen mit am Tisch sitzen
wird. Ogrodowicz ist hoffnungsvoll, dass von der ersten Idee bis
zum Baubeginn nicht mehr als vier Jahre vergehen werden.
Nach wie vor ist er im engen Gespräch mit Taiwanern, Vertretern
eines weltweit agierenden Finanz- und
Dienstleistungsunternehmens, die bei einem Besuch im Dezember
2004 Interesse an dem barreriefreien 1500-Betten-Ferienprojekt am
Stettiner Haff bekundet hatten. Das Konzept wurde bereits
in die Landessprache übersetzt.
Wir sind weiter aktiv dran, so Ogrodowicz, der möglichst
im Mai mit dem ersten Bauabschnitt, der Clubanlage mit
Clubhäusern, Komforthotel, Aqua-Zentrum, Marktplatz, einer
Wellnessanlage und mehreren Geschäften beginnen möchte.
ANGELIKA GUTSCHE
Barrierefreies
Feriendorf kommt
AHGZ Nr. 35/2004 vom 28. August 2004
INSEL USEDOM (mg). Nach positivem Abschluss des Raumordnungsverfahrens stehen die Zeichen für das Tourismusprojekt Vitalwelt zwischen Zirchow und Garz auf Grün. Nach mehreren Veränderungen, unter anderem mit Verringerung der Kapazität von 1800 auf 1500 Betten, gab es für die dritte Fassung der Vitalwelt-Inselträume Zustimmung. Entstehen soll eine barrierefreie Clubanlage mit Wellnesseinrichtungen, einer Multifunktions-Veranstaltungshalle, Wochenendhäusern, einem behindertengerechten Hotel und 120 Mitarbeiterwohnungen. Den Investitionsumfang für die gesamte Anlage bezifferte Hans-Jörg Ogrodowicz, Gesellschafter der investierenden Capvest AG, mit 80 Millionen Euro. Das Konzept für ein barrierefreies Feriendorf für Behinderte und Nicht-Behinderte mit dem Schwerpunkt Gesundheit und rund 1500 Übernachtungsplätzen sei in Vorpommern bisher einmalig, wertet das zuständige Bauministerium.
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