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Vitalwelt bei Zirchow
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Nordkurier
Artikel vom 11.02.2005

Gemeinden sorgen für Baurecht auf Vitalwelt-Areal
Verfahren zu 1500-Betten Anlage abgeschlossen

Von unserem Redaktionsmitglied Claudia Müller


Insel Usedom. Auf dem Gelände für das Tourismusprojekt „Vitalwelt“ mit 1500 Betten zwischen Garz und Zirchow besteht jetzt Baurecht – die Genehmigung der Bebauungspläne als letzte Formalie vorausgesetzt. Am Donnerstagabend fassten die Garzer und die Zirchower Gemeindevertreter in getrennten Sitzungen die abschließenden Beschlüsse zu den beiden B-Plänen, außerdem bestätigten sie die städtebaulichen Verträge zwischen den Investoren, dem Kreis und den Kommunen. Diese Vereinbarungen wurden gestern offiziell unterzeichnet. Nach diesen „entscheidenden Schritten“, so Hans-Jörg Ogrodowicz, Geschäftsführender Gesellschafter der Investorengruppe Capvest AG, könnten nun konkrete Finanzierungsgespräche mit den Banken geführt werden. Dazu habe sich auch der Chef des Landesförderinstitutes angesagt, um die Unterstützung des Landes für das Projekt zu demonstrieren, sagte Ogrodowicz.
Nach seinen Worten ist weiterhin angestrebt, im Mai mit den Bauarbeiten zu beginnen. Der erste Bauabschnitt, der unter anderem die touristische Clubanlage nebst Badelandschaft, Einkaufsmeile und Freizeitanlagen sowie das „Dorf“ mit Ferienhäusern umfassen wird, sei dann womöglich bis Ende 2006 zu realisieren. Insgesamt werden die Kosten für diesen ersten Abschnitt auf 120 Millionen Euro geschätzt. Ein zweiter Bauabschnitt mit dem Sporthotel, Sportanlagen sowie einem Behindertenhotel soll sich anschließen.
Wie berichtet, mussten die B-Pläne sowie die Flächennutzungspläne der beiden Gemeinden noch einmal geändert und erneut geprüft werden, nachdem es unter anderem Probleme mit dem Abstand baulicher Anlagen zur Kliffkante des Haffs gegeben hatte. Mittlerweile liegen aber alle Sondergenehmigungen für die nötigen Eingriffe in Natur und Umwelt vor, hieß es von Seiten des Planungsbüros. Zu den Ausgleichsmaßnahmen, die die Investoren dafür realisieren müssen, wurde ein gesonderter Vertrag abgeschlossen. Allerdings werde man auf eine Aufforstung von 1,3 Hektar bei Garz verzichten, weil unklar sei, welche Auswirkungen sich auf den Flugbetrieb auf den Heringsdorfer Flughafen ergeben, hieß es. Der Flughafen, der unter anderem eine Nachtflugerlaubnis besitzt, hat zudem noch einmal deutlich gemacht, dass von Seiten der Investoren kein Regress möglich ist, falls sich Störungen ergeben.
Unterdessen lässt der Landkreis zum Problem der Kreisstraße 43, die als Erschließung für die „Vitalwelt“-Anlage in die Kutzower Senke verlegt und von Flughafen an Garz vorbei weitergeführt werden soll, eine Machbarkeitsstudie erarbeiten. Auf diese Untersuchung soll auch in dem Antwortschreiben der Landrätin an Zirchower Bürger hingewiesen werden, die mit einer Unterschriftenaktion gegen die geplante Verkehrsführung protestriert hatten. Der Brief werde in den nächsten Tagen zugestellt, hieß es aus der Kreisverwaltung.

Gerd Wendlandt, Bürgermeister in Zirchow, Investor Hans-Jörg Ogrodowicz und der Garzer Bürgermeister Karl-Heinz Schiefelbein (v. l.) unterzeichneten gestern die nötigen Verträge für die „Vitalwelt“.
Kurierfoto: C. Müller

Ostsee-Zeitung
Artikel vom 11.02.2005

Im Mai Baustart für Club-Areal
In rekordverdächtigen elf Monaten wurde das Ferienprojekt „Vitalwelt Inselträume“ zur Baureife getrieben. Gestern besiegelten Gemeinden und Investor den Städtebau-Vertrag.

Garz/Zirchow. Einstimmig fassten die Gemeindevertreter aus Garz und Zirchow am Mittwochabend die notwendigen Beschlüsse dafür, dass die „Vitalwelt Inselträume“ Baureife erlangen kann. In getrennten Sitzungen stimmten sie den auf die Einwände der Träger öffentlicher Belange hin geänderten Flächennutzungsplänen und B-Plänen zu.
Neu wird zum Beispiel ein Areal östlich von Garz im Interesse des Flughafens als Aufforstungsfläche gestrichen, da die zu erwartenden Auswirkungen auf den Flugverkehr ungewiss sind. Ferner fand die Unterschreitung des Küstenbauverbotes die Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde sowie des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur (StAUN). Im Gegenzug wurden die meisten Naturschutz-Anregungen berücksichtigt. Unbeachtet blieben die Einwände der Zirchower zum Bau der künftigen Zufahrt durch Kutzow. Wie beschrieben, richten sich die Hauptbefürchtungen darauf, dass diese Straße künftig als Bundesstraße genutzt werde und die erwünschte Ortsumgehung vom Tisch sei.
Ausdrücklich war der Investor, die Capvest AG, im Zuge der Anhörung ferner darauf hingewiesen worden, dass es für den Flughafen eine Nachtflugerlaubnis gibt und aus ihrer Wahrnehmung in Zukunft keinerlei Regressansprüche für die „Vitalwelt“ entstehen.
Noch am gleichen Abend wurde in geschlossener Sitzung der erste konkrete Bauantrag beraten.
Gleich gestern unterzeichneten Capvest-Vorstand Hans-Jörg Ogrodowicz sowie die Bürgermeister Gerd Wendlandt (Zirchow) und Karl-Heinz Schiefelbein (Garz) die am Vorabend ebenfalls einstimmig beschlossenen städtebaulichen Verträge zu den B-Plänen. Ogrodowicz zeigte sich zufrieden mit dem erreichten Planungsstand. Er sei zuversichtlich, dass Hartmut Brehmer als zuständiger Mitarbeiter des kreislichen Bauamtes, der seit Planungsbeginn involviert war, den Vorgang nunmehr bestätige.
Viel Zeit zum Durchatmen will sich der „Vitalwelt“-Investor nicht lassen. „Wenn die Genehmigung auf dem Tisch liegt, haben wir die Voraussetzung, um konkret mit den Banken zu verhandeln“, kündigte er gestern an, dass es in dem eingeschlagenen Tempo weiter geht. Als Riesenplus wertet er dabei, dass der Chef des Landesförderinstitutes bei den Verhandlungen mit am Tisch sitzen wird. Ogrodowicz ist hoffnungsvoll, dass von der ersten Idee bis zum Baubeginn nicht mehr als vier Jahre vergehen werden.
Nach wie vor ist er im engen Gespräch mit Taiwanern, Vertretern eines weltweit agierenden Finanz- und Dienstleistungsunternehmens, die bei einem Besuch im Dezember 2004 Interesse an dem barreriefreien 1500-Betten-Ferienprojekt am Stettiner Haff bekundet hatten. „Das Konzept wurde bereits in die Landessprache übersetzt.
Wir sind weiter aktiv dran“, so Ogrodowicz, der möglichst im Mai mit dem ersten Bauabschnitt, der Clubanlage mit Clubhäusern, Komforthotel, Aqua-Zentrum, Marktplatz, einer Wellnessanlage und mehreren Geschäften beginnen möchte.
ANGELIKA GUTSCHE

 


Allgemeine Hotel- und Gaststätten-Zeitung

Barrierefreies Feriendorf kommt
AHGZ Nr. 35/2004 vom 28. August 2004

INSEL USEDOM (mg). Nach positivem Abschluss des Raumordnungsverfahrens stehen die Zeichen für das Tourismusprojekt „Vitalwelt“ zwischen Zirchow und Garz auf Grün. Nach mehreren Veränderungen, unter anderem mit Verringerung der Kapazität von 1800 auf 1500 Betten, gab es für die dritte Fassung der „Vitalwelt-Inselträume“ Zustimmung. Entstehen soll eine barrierefreie Clubanlage mit Wellnesseinrichtungen, einer Multifunktions-Veranstaltungshalle, Wochenendhäusern, einem behindertengerechten Hotel und 120 Mitarbeiterwohnungen. Den Investitionsumfang für die gesamte Anlage bezifferte Hans-Jörg Ogrodowicz, Gesellschafter der investierenden Capvest AG, mit 80 Millionen Euro. Das Konzept für ein barrierefreies Feriendorf für Behinderte und Nicht-Behinderte mit dem Schwerpunkt Gesundheit und rund 1500 Übernachtungsplätzen sei in Vorpommern bisher einmalig, wertet das zuständige Bauministerium.

 


 

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